Kindererziehung leicht gemacht mit diesen Tipps


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Keine Frage, wir alle lieben unsere Kinder und es gibt wahrscheinlich nichts, was dies ändern könnte. Dennoch ist es nicht immer ganz einfach, ihnen beizubringen in welchen Situationen man sich wie zu benehmen hat. Egal ob es sich um Manieren an öffentlichen Orten handelt, faires Verhalten anderen gegenüber oder eben Tischregeln, Kinder haben manchmal ihre ganz eigene Vorstellung, was richtig oder wichtig und was nicht ist – Kindererziehung ist nicht immer so einfach 🙂 

Vielleicht bist du ja derselben Meinung, wir finden, dass es definitiv wichtig ist, Kindern ihren Freiraum zu lassen, damit sie sich selbst entwickeln und eigene Erfahrungen sammeln können. Aber manche Dinge, die Rahmenbedingungen sozusagen, müssen ihnen eben doch beigebracht werden, damit es in die richtige Richtung geht. Genau deswegen haben wir heute ein paar Tipps zusammengefasst, die euch dabei helfen können. 

1. Die Grundlagen müssen stimmen

Wichtig ist es, egal um welche Situation und welches Thema es sich handelt, dass du klare Grundsätze schaffst, konsequent mit diesen umgehst und sie als Vorbild natürlich auch selbst einhältst. Gerade wenn Kinder noch klein sind, neigen sie ganz einfach dazu uns nachzuahmen. Da macht es wenig Sinn, sie für etwas zu schimpfen, was wir selbst tun. Du merkst, Kindererziehung* ist keine einseitige Geschichte, wir selbst werden uns dadurch unserem Verhalten ebenfalls wesentlich bewusster und können vielleicht auch noch was lernen.

Je älter die Kleinen werden desto mehr wird man merken das man das Spiegelbild für ein Kind ist. Sei es eine Redewendung oder eine bestimmte Minik und Gestik – Kinder kopieren uns total. Daher solltet ihr genau darauf achten wie ihr euch in Gegenwart eurer Kinder verhaltet und ausdrückt. Vor allem die „unschönen“ Worte halten unsere Lieblinge gerne im Kopf und verwenden diese wo es ihnen nur passt. Verhaltet ihr euch ruhig und gelassen in verschiedensten Situationen werden es eure Kinder genauso machen.

2. Schluss mit Windeln

Der erste große Meilenstein unserer Kleinen ist wahrscheinlich, wenn sie ohne Windeln* den Tag durchstehen. Der Weg dorthin ist allerdings nicht immer einfach. Am besten lässt sich diese Mission im Sommer angehen, da sie dann auch unten ohne draußen spielen können. So können sie ganz selbstständig schnell aufs Töpfchen* flitzen und wenn doch einmal etwas daneben geht, ist es auch nicht schlimm. Ganz im Gegenteil, dadurch, dass sie es selbst eindeutig sehen, können sie es besser verinnerlichen, dass sie nicht mehr einfach “in die Hose” machen können. Wenn du mit ihnen unterwegs bist, solltest du anfangs allerdings trotzdem noch eine Notfallwindel oder ein Wechselhöschen einpacken.

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Je nachdem wie weit eure kleinen Schätze in der Entwicklung schon sind kann dieser „Prozess“ einige Zeit in Anspruch nehmen. Hier ist Geduld und Ausdauer gefragt und auch eine ordentliche Portion Gelassenheit. Bei unserer Tochter hat die Umstellung relativ einfach und schnell funktioniert. Sie hat es gar nicht mehr leiden können in die Windel zu machen und wollte von selbst auf’s Töpfchen. Bei unserem Sohnemann war es ein etwas schwierigeres Unterfangen mit vielen Missgeschicken. Doch nach ein paar Wochen hat alles super geklappt und wir sind jetzt total stolz auf ihn. Man darf nie vergessen was die Kleinen in einer sehr kurzen Zeit alles lernen müssen und wirklich schnell total super machen. Bring jede Menge Verständnis mit, setze dein Kind so oft es geht auf das Töpfchen, lobe es bei jedem noch so kleinem Fortschritt und du wirst sehen, schon bald seid ihr Windelfrei.

3. Essenszeit

Kindern selbstständig essen beizubringen ist meist nicht allzu schwierig, da sie meist von Grund aus den Drang haben selbst essen zu wollen. Hierfür gibt es bereits nach den ersten 5-6 Lebensmonaten die ersten Anzeichen. Sind diese vorhanden und der Drang und das Interesse nach der festen Nahrung wird immer größer kann schön langsam damit begonnen werden auf Beikost umzusteigen. Wenn es um das Thema Tischregeln und Kinder geht, sieht es allerdings meist schon ein bisschen anders aus. Zu Beginn kann es schwierig sein ihnen verständlich zu machen die Gabel oder den Löffel zu nutzen. Wozu denn auch, wenn es auch wunderbar mit den Händen klappt? Hier kann jeder selbst entscheiden wie er es gerne hätte.

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Bei unserer Tochter haben wir relativ schnell versucht, dass sie mit Besteck isst und schnell den Weg damit zum Mund findet. Probiere es mit buntem Besteck oder einer Gabel, auf der Figuren aufgemalt sind. Dieses Besteck ist dann selbstverständlich für die Kids reserviert, dadurch haben sie das Gefühl, dass es etwas ganz Besonderes ist und sie werden Gabel oder Löffel wahrscheinlich gar nicht mehr aus der Hand geben wollen.

Bei unserem Sohnemann haben wir uns für die Methode Baby led weaning* entschieden. Hier geht es um die selbstbestimmte Einführung der Nahrung. Man bietet dem Baby eine Auswahl an Nahrung in Sticks geschnitten die sie selbst mit den Händen aufnehmen und abbeißen. Diese sind weich gedünstet oder gekocht. Das Kind kann so selbst entscheiden was es gerne essen möchte und führt sich die Nahrung mit den Fingern zum Mund. Es war für uns eine tolle Erfahrung und auch unserer kleiner Jaron hat diese Zeit sehr genossen.

4. Faires Verhalten 

Wichtig ist es, gerade wenn die Kids schon ein bisschen größer sind, ihnen bestimmte Werte zu vermitteln und sich fair gegenüber anderen zu verhalten. Wenn du, wie bereits in Punkt 1 angesprochen, diese Grundsätze bereits in der eigenen Familie einhältst, sollte es nicht so schwer sein. Gerade wenn es auch Geschwister gibt, ist es relativ leicht ihnen zu verdeutlichen was richtig und was falsch ist. Besonders wichtig ist es, viel zu loben, wenn sie sich richtig verhalten und nicht immer nur zu schimpfen und nein zu sagen. Wenn sie sich beispielsweise von selbst gegenseitig helfen, solltest du das auf jeden Fall positiv hervorheben, damit ihnen verdeutlicht wird, dass dieses Verhalten wünschenswert ist.

Zweite Kind Jaron spielt mit großer Schwester

Leider ist es oft unser „Instinkt“ eher die negativen Dinge zu sehen und diese zur „kritisieren“. Man erwischt sich sehr oft selbst wie man die Kinder bevormundet: Nein das darfst du nicht, das hast du falsch gemacht, hör auf damit usw… Doch wie bereits erwähnt ist es in der Kindererziehung so wichtig, dass Kinderohren positive Sachen hören. Lobe sie so oft es geht für die Dinge die sie super machen, zeige auf was dich an ihnen begeistert und ermutige sie Dinge zu machen. So bauen sie selbst in jungen Jahren sehr viel unterbewusstes Selbstvertrauen auf und ihre „großen Träume“ können lange Realität bleiben.

Und auch wenn es nicht immer so einfach ist, ist es sehr wichtig beide Geschwister gleichermaßen zu behandeln. Man denkt immer das größere Geschwisterchen sei für alles schuld doch dem ist sehr oft nicht so. Gerade wenn die Kleinen noch jünger sind ist diese Zeit für beide Seiten nicht einfach. Das größere Geschwisterchen baut Eifersucht auf da plötzlich jemand anders im Leben ist und oft sogar mehr Aufmerksamkeit bekommt. Nehmt auch daher auch immer wieder genügend Zeit für das große Geschwisterchen um für eine Gleichberechtigung zu sorgen.

Hört auf euch selbst

Das Wichtigste in der Kindererziehung ist jedoch eure eigene Meinung und Instinkt. Eine Mutter bzw. ein Vater weiß oft selbst am allerbesten was für sein Baby das Beste ist. Jede Situation ist unterschiedlich und erfordert verschiedene Maßnahmen. Verlasse dich auf dich selbst und agiere im Wohle deines Kindes. Lass dich nicht immer von deinen Emotionen leiten wenn du gerade vom Beruf oder Alltag zu sehr gestresst bist. Denke im „kleinen Rahmen“ deines Kindes den für diese sind oft Kleinigkeiten die sehr „großes“ ausmachen. Ermutige sie Dinge zu tun, lobe sie und erfreue dich ihres Tatendrangs und genieße diese tolle Zeit denn sie vergeht viel zu schnell. Sie sind nur einmal jung und alles was wir ihnen mitgeben prägt sie ihr ganzes Leben lang.

Liebe sie, umarme sie, ermutige sie, schätze sie, respektiere sie, lehre sie, küsse sie, schenke ihnen Wärme, sei aufmerksam, liege dich auf den Boden und spiel mit ihnen, vergiss die Sorgen der Welt und konzentriere dich auf dein kleines Wunder – sie werden es dir danken <3

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