Ich werde wieder Papa – die Geburt unseres Sohnes – Teil 1


ultraschallbild unsers sohnes jaron

Echt ein Wahnsinn wie schnell die Zeit vergeht. Wenn man so nachdenkt kommt es einen vor als wäre es erst vor kurzem Gewesen. Doch inzwischen ist unsere Tochter nicht mehr ganz so klein wie sie einmal war und die Geburt unserer Tochter liegt schon einige Zeit zurück. Nein, sie ist jetzt schon 4 Jahre alt und irgendwie hat sich so langsam die Frage nach dem zweiten Kind in den Raum gestellt. Und irgendwie war der Wunsch danach doch schon groß 🙂

Doch bringt das zweite Kind nicht große Umstellung mit sich? Passt es uns gerade in unseren Plan? Geht es sich beruflich bei uns aus? So viele Fragen die man sich oft stellt. Dabei sollte man manches doch einfach auf sich zukommen lassen? Sich nicht so darauf versteifen ob es passt oder nicht? Weil vl manche Dinge nie perfekt in den Plan passen oder manchmal das Herz einfach stärker ist als der Kopf. Und ein Kind kann doch immer nur das „Beste“ sein. Dieses kleine Glück, so viel wie einem dieser kleine Liebling gibt, da gibt es doch nicht viel zu überlegen.

anja und elina im wald

Naja, ehrlich gesagt hat es diesmal etwas Überredungsarbeit meiner Frau gekostet. Aber dann war es für mich auch klar. Ein Einzelkind wollen wir nicht und der Abstand ist ja mittlerweile auch schon ziemlich ausgedehnt. Die Kids sollen ja was voneinander haben, miteinander spielen und zusammen aufwachsen.

Die vielen Gedanken sind dann immer kleiner geworden und der Wunsch nach dem kleinen Glück größer. Man erinnert sich zurück wie es beim ersten Kind war. Die Schwangerschaft, die viele Übelkeit unter der mein Schatz mehrere Monate gelitten hat, die Geburt, die erste Autofahrt, der erste Zahn, als sie sich das Erste Mal auf den Bauch drehen konnte, wie sie angefangen hat zu Krabbeln, die ersten Schritte… WOW! Diese Aufzählung könnte man doch ewig so weiterführen. Diese vielen Erinnerung die einem keiner nehmen kann und die man hautnah miterleben durfte. Das kleine Glück das man immer in die richtige Richtung zu lenken versucht – JA! Ich möchte es wieder erleben. Und zwar in vollen Zügen.

Doch es gibt auch diese blöden und bösen Momente die man nicht haben will. Vor allem nicht wenn es ums Schwanger werden geht. Da läuft nicht alles nach Plan und man kann es nicht immer beeinflussen. So hat es dieses Mal länger gedauert bis wir endlich einen positiven Schwangerschaftstest* in den Händen hielten.

positiver schwangerschaftstest

JUHU! Wir werden wieder Eltern. Ein weiteres „kleines großes Glück“ wird unsere Familie erweitern. Die Tage waren so lang, sie kamen einen vor wie eine Ewigkeit bis der große Tag der ersten Untersuchung da war. Die Bestätigung ob mit dem Nachwuchs im Bauch alles in Ordnung ist. Wenn man den kleinen Hellen Fleck auf dem Ultraschall bewundern kann. Es war toll und wieder unbeschreiblich. Die Fahrt zur Frauenärztin, das lange Warten im Vorraum und dann das Starren auf den Monitor. Wir haben es geschafft. In wenigen Monaten wird dieser kleine Fleck auf dem Monitor in unseren Armen liegen.

Ich muss gestehen, es war diesmal zwar wieder richtig magisch aber nicht mehr so ganz wie beim ersten Mal. Wahrscheinlich ist es normal. Man kennt die Abläufe, man weiß was auf einen zukommt, was als Nächstes passiert.

Der Zauber war nicht weg, es war nur ein anderer. Vieles haben wir schon gewusst z.B.: welche Untersuchungen für uns wichtig sind und was wir an Vorbereitungen zu erledigen haben. Mit einem Kind daheim bleibt einfach nicht mehr so viel Zeit und es dreht sich nicht mehr alles ausschließlich um die Schwangerschaft. Der Alltag für unsere Tochter musste ja trotzdem weiter gehen und sie wollte unterhalten und bespaßt werden. Da wird beim zweiten Kind halt nicht mehr täglich der Bauch mit Pflegeöl* massiert und Stunden mit dem Bauchbewohner gesprochen oder philosophiert wie es dann wohl mit einem Baby wird. Irgendwie war es aber auch schön, gelassener und reifer an Erfahrung durch diese Moante der Veränderung zu gehen.

Unsere Tochter hat schon am Anfang der Schwangerschaft die große Veränderung gemerkt. Da hat die Eifersucht* schon angefangen 😀 Buh, das kann schwierig werden. Wir haben versucht sie viel einzubinden und teilzuhaben. Sie war bei den Arztbesuchen dabei und durfte schon bald das Geheimnis mit uns teilen. Sie freute sich sehr auf ihr Geschwisterchen und schmiedete schon Pläne was dann gespielt wird. Trotzdem war Mama schon am Beginn der Schwangerschaft nicht mehr voll einsatzfähig wie davor.

ultraschall bild von unserem Sohn Jaron

Anja hat so gehofft das sie diesmal verschont bleibt aber es schien sich alles zu wiederholen. Und auch die zweite Schwangerschaft war für sie nur schwer zu genießen. Schon in den Ersten Wochen kam wieder die Übelkeit und das ständige Erbrechen. Dann natürlich noch die Arbeit zu der sie erscheinen sollte aber eigentlich nicht in der Lage war. Zum Glück war die Ärztin ihren Zustand schnell erkannt und sie so oft wie möglich krank geschrieben was dringend nötig war.

Übelkeit, Übelkeit den ganzen Tag über. Ständiges Erbrechen über den ganzen Tag. Lustlosigkeit, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust und mehr trieben Anja wieder an den Rande der Verzweiflung. Zur Flüssigkeitsaufnahme und damit sie halbwegs den Tag überstand waren sogar Infusionen notwendig. Wir haben alle Tipps zusammen gesucht und unsere eigenen Erfahrungen aus der ersten Schwangerschaft versucht umgesetzt doch leider oft Erfolglos. Es gab immer wieder mal Lichtblicke und den ein oder anderen Tag an dem es ihr gut ging, doch diese waren leider in der Unterzahl. Deshalb hofften wir das diese ersten 3-4 Monate bald um sind und mit ihnen auch die Schwangerschaftsübelkeit.

Am Anfang hab ich mich oft gefragt was sich Groß E wohl denkt? Warum Mama den ganzen Tag im Bett verbringt und es ihr so elend geht. Warum Papa die Fahrten in den KiGa übernimmt usw. Trotzdem wollten wir in der sensiblen Phase der Schwangerschaft noch nicht allen davon erzählen und wenn es Groß E gewusst hätte, hätte sie das ziemlich sicher übernommen und gleich mal in der KiGa Garderobe rausgeschrieen ;D

Wann wir es dann tatsächlich unsere Tochter erzählt haben und wie bekommt ihr im zweiten Teil des Artikels zu lesen….

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