Ich werde Papa – Die Geburt unserer Tochter Teil 1


Unglaublich wie schnell die Zeit vergeht. Schon 6 Jahre liegt dieses unglaubliche Ereignis zurück und ich erinnere mich daran als wäre es erst gestern gewesen. Ein Augenblick der unbeschreinlich ist und ich gar nicht weiß wie ich so etwas nur annähernd in Worte fassen soll. 9 Monate wartet man darauf, spricht mit dem heranwachsenden Baby, genießt diese tolle Zeit der Schwangerschaft und dann ist es endlich da – das größte Wunder der Welt und man kann es endlich in den Händen halten.

 

Schatz, wir werden Eltern

Es sollte ein Tag wie jeder andere sein. Oder auch nicht? Man sitzt in der Arbeit und man bekommt eine Nachricht von seinem Schatz. Freu mich wenn du nachhause kommst, ich muss dir etwas sagen. Was könnte es wohl sein das sie mir sagen will? Da gehen einem jede Menge Gedanken durch den Kopf und man muss ja noch die letzten Stunden in der Arbeit überstehen 🙂 Dann kommt man voll gespannt nachhause und sieht ihn vor sich liegen. Einen positiven Schwangerschaftstest. WOW! Unglaublich. Stimmt es wirklich? Ja, 3 Tests waren positiv, es muss einfach stimmen. Schnell einen Termin beim Frauenarzt vereinbaren und dann heißt es warten bis es soweit ist. Und bis dahin vergehen die Tage leider nicht im Flug, im Gegenteil, sie dauern ewig lange und man ist doch schon so gespannt darauf.

 

Was wird sich ändern?

Was gehen einem als werdenden Vater wohl alles für Gedanken durch den Kopf? Das sind echt unglaublich viele. Das fängt an ob man der Vaterrolle gerecht werden kann? Wie ist es so ein kleines Baby in den Händen zu halten? Schaffe ich es die Windeln zu wechseln? Wie soll ich so ein kleines Baby anziehen? Und weiter gehts zu den Fragen was sich wohl im Freundeskreis alles ändern wird? Hab ich noch Zeit für meine Freunde? Für meine Interessen & Hobbys? Und endet bei den Fragen was sich in der Beziehung verändern wird? Hat man noch genug Zeit füreinander? Streitet man öfter wegen dem Kind? Stärkt es die Beziehung oder wirkt es sich negativ aus?

Das ist echt ordentlich Chaos im Kopf. Aber das ist einem doch alles egal. Das Glück überwiegt in diesem Moment und man freut sich so unendlich darauf endlich sein Kind zu sehen.

 

Die Besuche beim Frauenarzt

Es war schon ein komisches Gefühl. Man fährt zum ersten Mal mit seinem Schatz zum Frauenarzt und erfährt dort ob man wirklich Papa wird oder nicht. Sind wir schwanger? Das war immer lustig. Wir waren immer gemeinsam schwanger. Ich weiß nicht ob es bei euch auch so ist. Aber wir haben den Ausdruck genossen. Und da ist es. Ein winzigminikleines Reiskorn mit 3 mm Größe erscheint auf dem Monitor. Das ist euer Kind. Unglaublich. Und das sollte bis zur Geburt noch so sehr wachsen? Kann man sich echt nicht vorstellen. Man bekommt das Ultraschallbild mit und schaut es verwundert die ganze Zeit an. Man kann kaum was erkennen aber es ist wirklich da! Unser Baby.

So verging dann die Zeit. Die ersten Monate waren wirklich beschissen. Anja musste sich täglich hunderte Male übergeben, hatte einige Kilogramm an Gewicht verloren und lag den ganzen Tag nur im Bett. Da war leider nix mit Schwangerschaft genießen. Ganz im Gegenteil, da hat man sich oftmals gedacht warum kann es nicht einfach schön sein. Ich konnte immer nur zusehen und versuchen ihr so gut wie möglich zu helfen. Kaum hatte sie ein klein wenig gegessen, wenn sie überhaupt mal aß, schon war wieder alles draußen.

Doch im vierten Monat hatte sich dann endlich alles gebessert und auch Anja konnte anfangen ihre Schwangerschaft zu genießen. Wir liebten die Zeit die wir miteinander hatten, wo wir die Entwicklung beobachteten, wie das Baby heranwuchs und der Bauch immer größer wurde. Den Bauch mit Babyöl einmassieren, mit dem Baby sprechen, Geschichten erzählen, etwas vorsingen – diese Rituale waren wunderschön.

 

Ein Mädchen oder ein Bub

Natürlich ist die wichtigste aller Fragen in der Schwangerschaft ob alles in Ordnung ist. Es ist für viele selbstverständlich aber es gibt nichts wichtigeres. Bei jeder Untersuchung ist man heilfroh wenn es heißt es ist alles in bester Ordnung. Da kann man sich wirklich glücklich schätzen. Man sieht das Herz schlagen, man erkennt von mal zu mal mehr. Plötzlich erkennt man Formen, eine Hand, einen Finger, einen Fuß, die Knochen und mehr. Es kann das Gewicht und die Größe geschätzt werden. Wahnsinn.

Doch da ist noch etwas. Etwas was man gerne wissen möchte. Wir waren nämlich echt mega neugierig. Was wird es wohl werden? Ein Mädchen oder ein Bub? Team rosa oder blau? Wir wollten es uns unbedingt sagen lassen und dann bei der vierten Untersuchung, also beim Organsscreening war es soweit. Es wird ein Mädchen. Oh man haben wir uns darüber gefreut. Wir haben mehrfach darüber gesprochen was wir wohl gerne hätten und waren uns einig das ein Mädchen schon echt toll wäre. Was war das für ein Glück! Unsere kleine Prinzessin <3

 

Der Geburtstermin ist da

Der 12. September 2011 sollte es werden. Der Termin wo unserer Tochter zur Welt kommt. Das war zumindest der errechnete Termin. Aber wie es bei einer Schwangerschaft immer so ist kann man es ja nie genau sagen. Und so kam es auch bei uns. Die letzte Untersuchung ein paar Tage vor dem Termin und es ist noch immer nichts passiert. Naja, ein paar mal gab es schon Wehen aber leider nur sogenannte „Übungswehen“. Also heißt es sich in Geduld üben. Dann ist der 12. September, wieder Untersuchungstermin. Alles in Ordnung aber es geht noch nicht los. Oh man, jetzt wird es richtig hart. Man hat den Termin überschritten und darf jetzt jeden zweiten Tag zur Untersuchung kommen zum kontrollieren ob alles in Ordnung ist.

Was haben wir nicht alles versucht damit es endlich losgeht. Alles ohne Erfolg. Und dann waren wir 8 Tage über dem errechneten Geburtstermin was zur Folge hatte das wir einen Termin für die Einleitung bekamen in der Woche 41+3. Buh, da hatten wir Resepekt davor und etwas Angst. Vor allem für Anja war es echt komisch genau zu wissen morgen wird das Baby „geholt“. Aber es nützt nix, das schaffen wir Schatz.

 

Morgen ist es soweit

Die letzten Tage waren wirklich anstrengend und wir waren froh das es bald vorbei ist. Als Mann kann man sich ja nur versuchen hineinzufühlen wie es der Frau wohl geht aber wenn man den Bauch sieht und die ganzen anstrengenden Bewegungen versteht man das es zum Ende hin nicht mehr ganz angenehmen ist. Und dann stand schon unsere letzte Nacht bevor, der 21. September 2011. Morgen um 9:00 Uhr früh müssen wir in der Klinik sein zur Einleitung. Am Abend liegen wir ganz entspannt auf der Coach, die Tasche ist schon gepackt und sonst auch alles super.

Um 21:00 Uhr ca. sagt Anja sie möchte noch gerne ein Bad nehmen und macht es sich darin gemütlich. Plötzlich… Schatz, irgendwie sind die Bauchschmerzen jetzt doch schon sehr heftig und sie fühlen sich nicht mehr wie Übungswehen an. Meinst du es geht los? Ich weiß es nicht. Wie fühlt es sich den an? Es schmerzt verdammt nochmal! OK. Ich glaube vielleicht ist es jetzt doch noch soweit.

Mit der Uhr fangen wir dann an die Abstände zwischen den Wehen zu messen und diese werden immer kürzer und die Schmerzen stärker. OK, jetzt geht es wirklich los. Komm Schatz, zieh dich an und wir fahren ins Krankenhaus. Nicht das wir dann noch zu spät dran sind. Es liegt ja noch eine Fahrt von ungefähr 30 Minuten vor uns.

 

Fortsetzung folgt…

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