Der erste Lebensmonat eines Babys


Bereits während der Schwangerschaft hat sich dein Baby unzählige Fähigkeiten angeeignet. So kann es von Geburt an Hände und Füße bewegen, reagiert auf Bewegungen und sieht bereits etwas. Anfangs allerdings noch sehr unscharf und in Grautönen. So muss das Neugeborene in den ersten Lebenswochen jede Menge lernen und sich weiterentwickeln.

Im ersten Lebensmonat benötigt das Kind seine Energie hauptsächlich dafür sich an die Umwelt anzupassen. Dabei lässt es sich kaum von den Außenreizen beeinflussen und schläft bis zu 20 Stunden am Tag. Hier kann das Baby noch nicht zwischen Tag und Nacht unterscheiden und hat noch keinen Schlaf-Wach-Rhythmus.

Hören und Sehen kann der kleine Erdenbewohner schon von Geburt an, wenn auch etwas eingeschränkt. Viele Reflexe wie der Saugreflex sind schon komplett ausgebildet. So fängt das Kleine sofort an zu saugen wenn man es am Gaumen berührt.

Die Welt ist für den kleinen Neuankömmling etwas komplett Neues. Außerhalb von Mamas Bauch ist es hell, kalt und vollkommen anders. Säuglinge brauchen viel Nähe und Geborgenheit. Gerade über den Tastsinn nehmen Babys in den ersten Lebenswochen die meisten Eindrücke auf. Die Zuneigung der wichtigsten Bezugspersonen stärkt das Urvertrauen des Babys, bei Mama und Papa fühlt sich das Baby in Sicherheit und gut behütet. Dabei kannst du dein Baby gar nicht zu sehr verwöhnen, auch wenn du es den ganzen Tag trägst oder im Tragetuch herumträgst, genau das ist richtig und wichtig! Es kann sich an den Herzschlag der Mutter erinnern und findet die kuschlige Wärme vertraut.

Temperaturschwankungen nehmen Babys schon sehr gut wahr wenn sie mehr als ca. 5 Grad Celsius erreichen. Schaut also darauf das es eine konstante Wärme hat. Ein zu heißes Flächschen oder eine zu hohe Wassertemperatur ist sehr unangenehm für deinen Liebling. Dieser nimmt die Schwankungen gut war, auch wenn sie noch sehr verzögert sind da die Nervenbahnen noch nicht komplett ausgebildet sind.

Im Laufe der zweiten Lebenswoche kann das Baby bereits Personen die eng mit ihm in Kontakt sind unterscheiden wie die eigene Mutter oder den Vater. Dies liegt daran das der Geruchs- und Geschmackssinn schon sehr gut funktioniert. Auch der Hörsinn funktioniert schon sehr gut und es kann vertraute Stimmen und Melodien die es im Bauch gehört hat zuordnen.

Die Verständigung mit dem Baby

Gerade als frisch gebackene Eltern ist es nicht einfach gleich zu wissen was dem Kleinen fehlt wenn es mal schreit und unglücklich ist. Hat es vielleicht Hunger? Braucht es Kuscheleinheiten? Hat es zu warm oder zu kalt? Braucht es Beschäftigung und hat Langeweile? Die Fragen stehen natürlich am Anfang im Raum. Doch es geht wirklich schnell und man lernt seinen kleinen Schatz besser kennen und kann Gesichtsausdrücke und das Weinen zuordnen und weiß so was fehlt.

Man darf sich nur nicht „aus der Ruhe“ bringen lassen und in Hektik verfallen. Auch das merkt das Kind und es wird dadurch meist nur schlimmer. Einfach versuchen ruhig zu bleiben und eventuell im Ausschlussverfahren vorgehen was wohl fehlen könnte. Die Brust bzw. das Fläschchen geben, kuscheln, eine frische Windel usw. Dann findet man schon das Richtige 🙂

Gerade bei den anfänglichen Unsicherheiten kann eine Hebamme unterstützend zur Seite stehen. Hebammen in der Nähe findest du im Internet oder du bekommst sie von deinem Arzt empfohlen. Gerade beim ersten Kind war uns unsere Hebamme eine große Hilfe. Fragen die einem im Krankenhaus noch nicht in den Sinn gekommen sind oder sich eben erst ergeben haben können so schnell beantwortet werden. Auch das Wachstum des Babys wird von einer Hebamme in der Nachsorge kontrolliert und dokumentiert. Manche Hebammen mit der entsprechenden Zusatzausbildung bieten auch eine Stillberatung an.

Viele Säuglinge sind gerade in den ersten Monaten von den sogenannten 3- Monatskoliken geplagt. Es gibt einige Produkte aus der Apotheke die etwas Abhilfe schaffen können, Bigaia Tropfen helfen natürliche Darmbakterien anzusiedeln, SAB Tropfen oder Antiflat reduzieren Blähungen usw.

Auch  Anti-Kolik-Flaschen mit den entsprechenden Saugern helfen diese zu reduzieren. Oder die Behandlung einer OsteopathIn kann in so einem Fall ohne Medikamente Abhilfe schaffen.

 

Reflexe, Berührungen und Ernährung

In den ersten Lebenswochen ist ein Baby noch nicht in der Lage gezielt nach etwas zu greifen oder zu berühren. Das Greifen nach Dingen muss sich erst noch entwickeln und dauert noch eine Zeit. Aktuell werden die Bewegungen reflexartig gesteuert und dienen dazu die Muskeln und Gelenke zu stärken.

Spielzeug ist in diesem Moment für den Säugling noch uninteressant und Tierchen auf dem MaxiCosi oder über dem Kinderwagen sind in diesem Fall noch unnötig und könnten das Baby sogar verängstigen.

Das Wichtigste in den ersten Monaten ist, dass das Baby genügend Nahrung zu sich nimmt und wächst. Egal ob du stillst oder mit der Flasche fütterst. Wasser oder Tee ist auch an heißen Tagen vor dem Beikoststart nicht nötig. Wasser füllt den kleinen Babybauch aber wichtige Kalorien und Nährstoffe fehlen.

Ob dein Baby ausreichend trinkt erkennst du am Besten an den nassen Windeln. 5-6 nasse Wegwerfwindeln in 24 Stunden. 8-12 Stillmahlzeiten in 24 Stunden. Die Haut deines Babys soll weich und elastisch sein. Wenn man eine Hautfalte bildet sollte diese sofort wieder in ihre Normalform zurückkehren und die Schleimhäute sollten feucht und rosig gefärbt sein.

Echt ein kleines Wunder was dein Baby in den ersten Lebenswochen schon alles kann und dazu lernt. Ihr werdet sehn wie schnell die Zeit vergeht und eure Kinder sich weiterentwickeln.

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