Die ersten Tage mit dem Neugeborenen


Endlich ist das Baby da. Neun Monate hat man darauf gewartet, sich darauf eingestellt und vielleicht auch ein wenig darauf vorbereitet. Noch im Krankenhaus erhält man die ersten Anweisungen und „Einschulungen“ wie man das Kleine wickelt, badet und füttert bzw. stillt. Doch wenn man dann zu Hause ist sieht die Welt oft ganz anders aus.

Das Problem der Überforderungen gerade nach der Geburt ist für viele Frauen ein Problem. Zu Beginn will man seinen kleinen Sprössling natürlich nicht abgeben und behält ihn in der Klinik die ganze Zeit bei sich, auch in der Nacht obwohl man komplett erschöpft von der Geburt ist. In den eigenen vier Wänden kann das dann schnell zum Problem werden da man keine Zeit hat den verlorengegangen Schlaf wieder nachzuholen. Und zudem ist man nun auf sich alleine gestellt. Das Baby fängt an zu weinen und man weiß noch nicht genau was es damit sagen will – aber das lernt man mit der Zeit. Hat es Hunger, will es gewickelt werden, braucht es Aufmerksamkeit?

Im Krankenhaus war das Handling noch sehr einfach. Hatte man Fragen oder Probleme konnte man sich an die nächste Krankenschwester wenden, aber zu Hause gibt es als Hilfestellung maximal den Partner oder die Eltern. Funktioniert das Stillen nicht so richtig oder man muss eine Flasche machen steht man schon vor einem Problem. Als ich und mein Freund die Gebrauchsanweisung zum Zubereitung der Nahrung gelesen haben dachten wir uns im ersten Moment, wie sollte das funktionieren. Zuerst das Wasser kochen, dann auf 40° abkühlen lassen, das Pulver dazu geben und schüttel und dann bei 36° dem Baby geben. Aber woher weiß ich wie heiß die Flasche ist. Doch das bekommt man mit der Zeit schnell in den Griff und richtet sich auch ein paar Hilfsmittel, wie eine Thermoskanne, Flaschenwärmer und Portionierer ein. Und schon ist die Nahrung schon viel schneller zubereitet und das Kind muss nicht lange schreien. Kleiner Tipp: Dein Baby kann sich nicht anders äußern als zu schreien, lass dich daher nicht aus der „Ruhe“ bringen und fang an dich verrückt zu machen. So passieren nur Fehler und man ist schnell überfordert. Du bist ja auch nur ein Mensch.

Dann geht es weiter mit dem Thema wickeln. Ganz vorsichtig greift man das Neugeborene an da man Angst hat es verletzen zu können oder das etwas zustößt. Nach ein paar Tagen jedoch hat man sich da sehr gut eingespielt und das Ganze funktioniert ohne Probleme.

Sobald es in die Welt da draußen geht kommt schon das nächste Problem. Wie ziehe ich mein Kind an? Wie nehme ich die Nahrung mit? Worin transportiere ich es? Als wie zum ersten Mal einkaufen waren und meine Kleine anfing zu schreien und mich die Leute anstarrten wurde mir das Ganze sehr peinlich. Doch das wird einem mit der Zeit egal, denn es geht jedem so.

Das Leben und die Zeiteinteilung stellen sich mit einem Kind komplett auf den Kopf. Das Neugeborenen kennt noch keine Tages- und Nachtzeit, hat Hunger wenn es eben Hunger hat und man muss seinen kompletten Ablauf danach richten. Versucht es euch so einfach wie möglich zu machen und euren Ablauf zu perfektionieren damit ihr harmonisch zusammen lebt und es genießen könnt. Lasst euch in den ersten Tagen von eurem Partner unterstützen damit du dich erholen kannst und dich darauf einstellen was kommt. Überfordere dich nicht selbst und du wirst sehen das alles schon nach ein paar Tagen zur Routine wird.

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